Avodah Zarah 148

Kapitel 148

א <big><strong>מתני׳</strong></big> גת של אבן שזפתה עובד כוכבים מנגבה והיא טהורה ושל עץ רבי אומר ינגב וחכ"א יקלוף את הזפת ושל חרס אע"פ שקלף את הזפת הרי זו אסורה:
1 <b>W</b><small>ENN EIN</small> N<small>ICHTJUDE EINE STEINERNE</small> K<small>ELTER AUSGEPICHT</small> <small>HAT</small>, <small>SO</small> <small>REIBE MAN SIE AB UND SIE IST REIN</small>; <small>WENN EINE HÖLZERNE</small>, <small>SO GENÜGT ES</small>, <small>WIE</small> R<small>ABBI SAGT</small>, <small>EBENFALLS</small>, <small>WENN MAN SIE ABREIBT</small>; <small>DIE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>MAN MÜSSE DAS</small> P<small>ECH ABKRATZEN</small>; <small>WENN EINE IRDENE</small>, <small>SO IST SIE VERBOTEN</small>, <small>SELBST WENN MAN DAS</small> P<small>ECH ABGEKRATZT HAT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רבא דוקא זפתה אבל דרך בה לא פשיטא זפתה תנן מהו דתימא הוא הדין אפילו דרך בה והאי דקתני זפתה אורחא דמלתא קתני קמ"ל
2 GEMARA. Raba sagte: Nur wenn er sie ausgepicht hat, wenn er aber in dieser nur getreten hat, so ist dies nicht nötig. – Selbstverständlich, es heißt ja: ausgepicht!? – Man könnte glauben, dasselbe gelte auch von dem Falle, wenn er in dieser getreten hat, nur lehre er es deshalb von dem Falle, wenn er sie ausgepicht hat, weil dies das Gewöhnliche ist, so lehrt er uns.
ג איכא דאמרי אמר רבא דוקא זפתה אבל דרך בה לא סגי לה בניגוב פשיטא זפתה תנן מהו דתימא ה"ה דאפילו דרך בה והאי דקתני זפתה אורחא דמלתא קתני קמ"ל דוקא זפתה אבל דרך בה לא סגי לה בניגוב
3 Manche lesen: Raba sagte: Nur wenn er sie ausgepicht hat, wenn er in dieser aber getreten hat, so genügt das Abreiben nicht. – Selbstverständlich, es heißt ja ausgepicht!? – Man könnte glauben, dies gelte auch von dem Falle, wenn er in dieser getreten hat, nur lehre er es von dem Falle, wenn er sie ausgepicht hat, weil dies das Gewöhnliche ist, so lehrt er uns, daß dies nur von dem Falle gelte, wenn er sie ausgepicht hat, wenn er in dieser aber getreten hat, so genügt das Abreiben nicht.
ד כי ההוא דאתא לקמיה דרבי חייא א"ל הב לי גברא דדכי לי מעצרתאי א"ל לרב זיל בהדיה וחזי דלא מצוחת עלי בי מדרשא אזל חזייה דהוה שיעא טפי אמר הא ודאי בניגוב סגי לה בהדי דקא אזיל ואתי חזא פילא מתותיה וחזא דהוה מלא חמרא אמר הא לא סגי לה בניגוב אלא בקילוף והיינו דא"ל חביבי חזי דלא מצוחת עלי בי מדרשא
4 So kam einst jemand zu R. Ḥija ins Lehrhaus und sprach zu ihm: Gib mir jemand, der mir meine Kelter reinige. Da sprach er zu Rabh: Geh mit ihm mit und sorge dafür, daß er nicht zu mir ins Lehrhaus klagen komme. Hierauf ging er mit ihm mit und sah, daß sie sehr glatt war; da sprach er: Bei dieser genügt entschieden das Abreiben. Als er diese aber weiter untersuchte, sah er unten Spalten, die mit Wein gefüllt waren; da sprach er: Bei dieser genügt das Abreiben nicht, sie muß entschieden abgekratzt werden. Das ist es, was er zu ihm gesagt hatte: Mein Freund, sorge dafür, daß er nicht zu mir ins Lehrhaus klagen komme.
ה ת"ר הגת והמחץ והמשפך של עובדי כוכבים רבי מתיר בניגוב וחכמים אוסרין ומודה רבי בקנקנים של עובדי כוכבים שהן אסורין ומה הפרש בין זה לזה זה מכניסו בקיום וזה אין מכניסו בקיום ושל עץ ושל אבן ינגב ואם היו מזופפין אסורין
5 Die Rabbanan lehrten: Die Kelter, das Schöpfgefäß und der Trichter von Nichtjuden sind, wie Rabbi sagt, erlaubt, wenn sie abgerieben werden; die Weisen verbieten sie. Jedoch pflichtet Rabbi bei, daß Weinkrüge von Nichtjuden verboten sind. – Welchen Unterschied gibt es zwischen diesen und jenen? – In diesen wird [der Wein] dauernd aufbewahrt, in jenen wird er nicht dauernd aufbewahrt. Solche aus Holz und aus Stein reibe man ab; sind sie ausgepicht, so sind sie verboten. –
ו והתנן גת של אבן שזפתה עובד כוכבים מנגבה והיא טהורה מתניתין דלא דרך בה ברייתא דדרך בה
6 Wir haben ja aber gelernt, wenn ein Nichtjude eine Kelter aus Stein ausgepicht hat, reibe man sie ab und sie sei rein!? – Die Mišna spricht von dem Falle, wenn er in dieser nicht getreten hat, die Barajtha aber, wenn er in dieser getreten hat.
ז אמר מר הגת והמחץ והמשפך של עובדי כוכבים רבי מתיר בניגוב וחכמים אוסרין והאנן תנן של חרס אע"פ שקלף את הזפת הרי זו אסורה אמר רבא סיפא דמתני' אתאן לרבנן
7 Der Meister sagte: Die Kelter, das Schöpfgefäß und der Trichter von Nichtjuden sind, wie Rabbi sagt, erlaubt, wenn sie abgerieben werden; die Weisen verbieten sie. Wir haben ja aber gelernt, irdene seien verboten, auch wenn man das Pech abgekratzt hat!? Raba erwiderte: Der Schlußsatz der Mišna vertritt die Ansicht der Rabbanan.
ח דרש רבא נעוה ארתחו רבא כי הוה משדר גולפי להרפניא סחיף להו אפומייהו וחתים להו אבירצייהו קסבר כל דבר שמכניסו לקיום אפילו לפי שעה גזרו ביה רבנן
8 Raba trug vor: Eine Kelter brühe man aus. Wenn Raba Weinkrüge nach Harpanja schickte, stülpte er sie um mit der Mündung nach unten und versiegelte die Mündung der Säcke. Er ist der Ansicht, die Rabbanan haben bei Gefäßen, in welchen [der Wein] dauernd aufbewahrt wird, Verbot angeordnet, selbst wenn sie nur für kurze Zeit verwandt werden. –
ט במה מנגבן רב אמר במים רבה בר בר חנה אמר באפר רב אמר במים במים ולא באפר רבה בר בר חנה אמר באפר באפר ולא במים אלא
9 Womit reibe man sie ab? – Rabh sagte, mit Wasser, Rabba b. Bar Ḥana sagte, mit Asche. – Rabh sagte, mit Wasser; mit Wasser und nicht mit Asche? Rabba b. Bar Ḥana sagte, mit Asche; mit Asche und nicht mit Wasser? –